Ein Meta-Markt

Der Jütland-Korridor und der künftige Fehmarnbelt-Tunnel verändern die regionale Geographie Norddeutschlands und Dänemarks. In Verbindung mit dem Nord-Ostsee-Kanal entwickelt sich ein nordeuropäischer Infrastruktur-Hub, wodurch ein großer Meta-Markt für die regionale Wirtschaft entsteht. Dieser erstreckt sich von Bremen-Hamburg bis zur Öresund-Region um Kopenhagen-Malmö und schließt dabei Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie den Süden Jütlands mit ein. Das damit verbundene Wachstum wird nicht zuletzt die kleinen und mittleren Unternehmen der Region stärken, z.B. in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, grüne Technologien, Gesundheit, Mobilität, Energie, IT und Tourismus. Ganz zu schweigen von den Wirtschaftszweigen, die aus der fortschreitenden Digitalisierung der Dinge entstehen. Für deutsche und dänische Unternehmen gleichermaßen liegt großes, ungenutztes Potenzial darin, die nationalen Grenzen zu überschreiten und sich neues Terrain zu erschließen.

Das Überschreiten nationaler Grenzen und das Erschließen neuer Märkte können allerdings auch eine Herausforderung darstellen – sowohl für bereits etablierte als auch für neue Marktteilnehmer. Der kompetente Umgang mit nationalen wie regionalen Unterschieden der Rahmenbedingungen, das Verständnis der Kulturen und jeweiligen Organisationstraditionen sowie der Zugang zu Entscheidungsträgern in Regierungen und Behörden erfordern oft spezialisierte Kenntnisse und langjährige Erfahrung.